Humanistische Lebenskunde

Verantwortlich: Dr. phil. Renate Schindler

Studium Philosophie, Romanistik und Jüdische Studien in Heidelberg, Paris, Berlin und Potsdam; Promotion in Philosophie über ein religionsphilosophisches Thema („Zeit, Geschichte, Ewigkeit in Franz Rosenzweigs Stern der Erlösung“, Parerga: Berlin 2007), Zusatzausbildung im Philosophieren mit Kindern (1998), Vorträge, Durchführung von Lehraufträgen und Konferenzen an verschiedenen Universitäten. Unterricht Lebenskunde und Philosophie(ren mit Kindern und Jugendlichen ) seit 1996, vorwiegend am Heinrich-Schliemann- und Käthe-Kollwitz-Gymnasium Berlin, alle Klassenstufen (5-12). Ab Kl. 10 Schwerpunkt Philosophie: „Menschenbilder in den Epochen der Philosophiegeschichte“ (vgl. Infobrief)

Träger

Träger des Humanistischen Lebenskundeunterrichts ist der Humanistische Verband Deutschlands (vgl. www.hvd-bb.de), zum Großteil finanziert wird der Unterricht vom Bildungssektor des Berliner Senats. Der Rahmenlehrplan für Grund- und weiterführende Schulen orientiert sich an naturwissenschaftlichen, gesellschaftskritischen, umweltbezogenen, psychologischen, ethischen und solchen Themen, die sich dem besseren Verständnis anderer Kulturen und Religionen widmen. Gruppen der jeweiligen Klassen in den Jahrgängen 5-12 mit ca. 5-15 Teilnehmern ermöglichen intensives Lernen.

Zielsetzung

Philosophie, insbesondere ihre Traditionen der Aufklärung und ihre Aufgabe als Grundlagen-Wissenschaft,  spielen im Gymnasium bereits ab der 5. Klasse eine zentrale Rolle. Es geht um Fragen der Schülerinnen und Schüler an ihre Lebenswelt. Überzeugungen und Fragen des weltlichen Humanismus, und der Schwerpunkt auf allen theoretischen, praktischen und im Alltag anzutreffenden philosophischen Themen bestimmen das Vorgehen im Lebenskundeunterricht und sein eigenes Profil. Langjährige Erfahrung zeigt, dass dies das Selbstbewusstsein der Schülerinnen und Schüler stärkt, Sinn und Wert anderer Fächer (Deutsch, Geschichte, Politik, Physik, Kunst, Biologie) besser erkannt und das logische Denkvermögen geschult wird.

Organisatorisches

Wann und Wo?

Die Humanistische Lebenskunde ist in den regulären Stundenplan eingebettet und findet meistens ab der 6. Stunde statt.

Anmeldung und Beurteilung

Fakultativer Lebenskundeunterricht ist grundsätzlich für alle Schülerinnen und Schüler offen. Voraussetzung für die Teilnahme ist bis zum 14. Lebensjahr eine schriftliche Anmeldung der Eltern. Sie erfolgt über Sekretariat oder Klassenleitung in der Regel zum Beginn des Schuljahres verbindlich für ein Schuljahr. Am Schuljahresende gibt es Zeugnisse ohne Noten, aber mit differenzierten Einschätzungen sozialen Verhaltens, kreativer und intellektueller Fähigkeiten.

Besonderheiten

In Form von Öffentlichkeitsarbeit für die Schule führen wir Projekte an Universitäten durch. Ausstellungen von Exponaten der Schülerinnen und Schüler illustrieren und kommentieren internationale philosophische Kongresse, etwa

• Schurken, Helden und andere Vorbilder (Heidelberg, 2010)
• Die Magie des Geldes (Bremen, 2011)
• Leben-Liebe-Gesetz (zur Philosophie Franz Rosenzweigs,  Toronto 2012)
• Hass hat keinen Grund (Hermann Cohen,  Zürich 2013)
• Bildungskonzeption Franz Rosenzweigs ( Frankfurt/M 2014)
• Die Konjunktion UND in Franz Rosenzweigs Werk ( Rom 2017)
• Kooperation mit Ethikunterricht (Projekt The House of One 2017)
• Museumsbesuche

Informationen zum freiwilligen Unterrichtsangebot (Lebenskunde / Philosophie) für Klassenstufen 10, 11, 12 sind hier zu finden.