G. Blach - Schulleiter
U. Nettelmann-Fahlenbrach – stellv. Schulleiterin

Grußwort des Schulleiters

Herzlich willkommen auf der Homepage des Heinrich-Schliemann-Gymnasiums. 

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern, sehr geehrte Damen und Herren,

inzwischen gehen wir mit großen Schritten dem Ende des Schuljahres entgegen.

Ich möchte Sie an unseren ersten Elternbrief von Anfang November erinnern. Dort schrieb ich Ihnen, welche Aufgaben wir uns nach den ersten gemeinsamen Wochen für die nächste Zukunft vornahmen. Das waren:

- die Struktur des Schultages ändern
- eine effektivere Nutzung der Unterrichtszeit, - auch der Vertretungsstunden
- die Reduktion der Unterrichtsstunden und der Anzahl der Fächer
- die Organisation eines gemeinsamen, attraktiven und fairen Wahlpflichtangebotes für die alt- und neusprachlichen Klassen und damit in engem Zusammenhang, die Weiterentwicklung des Profils der Schule

Seither ist viel geschehen. Viele Diskussionen und manchmal auch harte Auseinandersetzungen um den besten Weg, die Ziele zu erreichen, wurden geführt.

Der Unterrichtstag wird nun anders organisiert. Die langen Diskussionen um eine neue Hausordnung wurden beendet. Wir haben jetzt eine aktuelle Hausordnung, die inzwischen von unseren Schülerinnen und Schülern auch gut angenommen wird. Der Fachbereich Naturwissenschaften hat ein modernes Konzept entwickelt, dass zu einer Reduktion der Anzahl der Fächer in den Jahrgängen 7 und 8 führt. Leider hat die Senatsschulverwaltung für die nächsten Jahre die Einführung eines zusätzlichen Faches, Politische Bildung, beschlossen und es den Schulen überlassen, wie nun vier gesellschaftswissenschaftliche Fächer in fünf Unterrichtsstunden pro Woche unterrichtet werden.

Unser größtes Projekt haben wir in der Gesamtkonferenz am 17.04. auf den Weg gebracht - das gemeinsame Angebot des Wahlpflichtunterrichts für alle Schülerinnen und Schüler. Wie dieses Angebot konkret aussieht, können Sie der Übersicht in der Anlage entnehmen. Ich hoffe sehr, dass die Schulkonferenz diesem Konzept bald zustimmt. Über Ihr konstruktives Feedback würde ich mich freuen. Neben der Stärkung des sprachlichen Profils, führt der gemeinsame Unterricht aller auch zu positiven Wirkungen auf die Lernatmosphäre unserer Schule und die Entwicklung der sozialen Kompetenzen unserer Schülerinnen und Schüler.

Leider wird in der Diskussion um dieses Konzept manchmal auch Unsinn verbreitet. Wie z.B. die Behauptung, durch diesen WPU würde die Anzahl der Stunden erhöht. Die Mehrbelastung unserer Schülerinnen und Schüler entsteht nicht durch den WPU. Sie ist begründet durch eine seit 2011 manifestierte, gegenüber den Vorgaben der Senatsschulverwaltung ausgeweitete und durch die damalige Schulkonferenz beschlossene Stundentafel.

Bitte vergleichen Sie in der Anlage die aktuelle und die neue Stundentafel mit den Vorgaben der Senatsschulverwaltung. In der Summe erhöht sich zwar die Anzahl der Unterrichtsstunden pro Woche um zwei Stunden für die neusprachlichen Klassen gegenüber ihrer bisherigen Unterrichtsverpflichtung am HSG, während sich für die Schülerinnen und Schüler der altsprachlichen Klassen sogar eine Reduktion der Gesamtstundenzahl ergibt. Die Mehrbelastung entsteht aber ursächlich durch eine Ausweitung der Stundentafel in einzelnen Fächern.

Dem Ziel, eine Reduktion der aktuellen Unterrichtsverpflichtung an unserer Schule zu erreichen, sind wir leider nicht nähergekommen. Ich musste feststellen, dass es zu viele Interessen, insbesondere mancher Lehrerinnen und Lehrer oder einzelner Fachbereiche gibt, die dies verhindern. Die Gründe sind dabei vielschichtig. Neben verständlichen Argumenten gibt es auch nichtrationale Gründe. So ist es unangebracht zu unterstellen, die Bedeutung von Sport, Musik oder Kunst würde nicht gewürdigt, wenn man auch in diesen Fachbereichen nach Möglichkeiten sucht, die Belastung unserer Schülerinnen und Schüler auf ein vertretbares Maß zu beschränken. Ich jedenfalls stelle die Bedeutung dieser Fächer wie auch anderer Fächer nicht in Abrede.

Im Ergebnis bleibt es also dabei, dass Ihre Kinder einer Belastung von regelmäßig sieben und manchmal sogar acht Unterrichtsstunden pro Tag ausgesetzt sind. Berücksichtigt man das Lernen und die Hausaufgaben außerhalb der Schule, müssen unsere Schülerinnen und Schüler ein Pensum abarbeiten, wie die meisten Erwachsenen in ihren Vollzeit-Jobs auch. Ich habe Ihnen dazu einen Vergleich der Stundentafeln einiger Bundesländer und Berlins mit unserer Stundentafel zusammengestellt. Auch diese Tabelle finden Sie im Anhang.

In der Vermeidung von Unterrichtsausfall haben wir uns sicher verbessert. Trotzdem kann man damit nicht zufrieden sein. Allein in den drei Unterrichtswochen im März sind 504 Unterrichtsstunden nicht wie geplant gehalten worden. Von diesen Stunden wurden nur 125 vertreten. 256 sind einfach ausgefallen und die restlichen Stunden wurden z.B. durch die Aufhebung des Teilungsunterrichts und andere Maßnahmen „aufgefangen“. Das ist unbefriedigend.

Ich verspreche Ihnen, dass meine Kolleginnen und Kollegen und natürlich auch die Schulleitung unserer Schule an diesen Problemen weiterarbeiten werden. Über die Entwicklung unserer Schule werden wir Sie weiterhin offen informieren. Vielleicht können Sie vor diesem Hintergrund Verständnis für die eine oder andere unpopuläre Maßnahme, die wir treffen müssen, aufbringen.

Dafür bedanke ich mich bei Ihnen. Helfen Sie uns durch Ihre Unterstützung und Ihr

Interesse an unserer Schule.

Ihr G.Blach

Anlage 1: Wahlpflicht-Unterricht
Anlage 2: Stundentafel
Anlage 3: andere Bundesländer

Grußwort September 2017